.lotterwirtschaft

elbflorenz…………………………………………….dresden

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geschirr………………………………………………..leipzig

butze coffee

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hypezig hypezig2

hafen hafen2

kunsthof……………………………………………….dresden

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softeis grillen

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.heimatbesuch weil heimatliebe. nach zwei monaten zurück in vertrauter umgebung. 
 was ist wahrhaftig? was war? was wird sein? was ist zu hause? was ist urlaub? was
 ist hier? was ist dort? und was ist jetzt? 
 neun nächte, vier betten, vier zahnpastatuben, environ siebzehnmal wiedersehen.
 tatort mit döner am sonntag, eis am elbufer, vietnamesisch speisen im mi.ka.do, 
 ein bier im hebedas, bürgerentscheid im puschkin, ein bis drei bier im süß + salzig, 
 vegane nudelsauce in der mensa, erklimmung des fockebergs, frühstück zu hause <3, 
 ein abstecher in die spinnerei, bagel in der druckstatt, pizza im marmaris, kaffee
 to go im sperlingsbecher, grillen & softeis im alaunpark, die letzten deutschen
 backwaren am leipziger hauptbahnhof und dann wieder dreizehn stunden zurück wo man
 hergekommen ist. 
 nach dem weitblick wieder tiefgang in alter vertrautheit, die zur frischen fremde 
 wird, wenn man als reisende die straßen durchquert. erst eintausend kilometer und 
 zwei monate abstand offenbaren, wie eng die bande geknüpft sind, wenn man versucht
 sie zu entzweien. 
 wie nie zuvor erlebe ich die treffen mit freunden, nutze ich jede sekunde, lasse 
 keinen moment verstreichen, steige auf berge, fahre über grenzen, klopfe an die 
 nächste tür, packe die gelegenheit beim schopfe, packe alte bekannte am ärmel und 
 nehme sie mit auf meinem weg. auch der blick auf alte orte ist jetzt ungetrübt. 
 gebäude auf denen sonst der alltagsstaub lag versprühen wieder neuen reiz. 
 auf dem gipfel meiner gefühlsbeladenen rückkehr entscheide ich heimzukehren, 
 wenn die zeit dafür gekommen ist.

.das leben mit neuen dingen bestücken

IMG_8103IMG_8104IMG_8223 IMG_8221 IMG_8219IMG_8105.neue länder sind doch immer ein seelenputz und reisen verrät einem was man vermisst, wenn man es nicht mehr jeden tag hat. so entpuppt sich frankreich zwar als verwunschener urlaubsort, aber nicht als bleibe für die zukunft. es gibt zu viel was ich an der heimat vermisse: unsere supermärkte (darin eingeschlossen die passablen preise und die effizienz der kassiererinnen – natürlich immer nur so lange es menschlich bleibt), meine vegetarische salami von kaufland, überhaupt etwas mehr toleranz gegenüber vegetarismus (hier bekommt man für die ablehnung von fleisch meist  nur ein naserümpfen serviert), mehr sinn für ästhetik (schmuddel ist hier halt standard) und freiheit im tun und lassen (was franzosen bei uns deutschen wohl eher als fehlende manieren bezeichnen würden, sich hier aber als übersteigerte kontrolle zeigt). dennoch kann ich so einiges dem französischen punktekonto anrechnen: die frischmärkte unterscheiden sich zu unseren nicht nur in sachen auswahl, größe und preis, sondern auch in ihren unglaublich freundlichen, geselligen und gesprächigen verkäufern, die jedes mal sofort bemerken, dass ich keine französin bin und gleich für ihren plausch ins englische abdriften.  so habe ich schon auf dem smartphone des gemüseverkäufers bilder von der schauspieler-tochter in paris gesehen und so einige französische witze mit einem vortäuschenden nicken abgefrühstückt. der apero (das vorabendliche beisammensein bei wein und hochprozentigem, oliven und knabberein) ist eine weitere französische erfindung, die ich sehr zu schätzen gelernt habe und die ich, wenn möglich, sofort in der heimat etablieren würde.  der apero ist ausdauernd und genussvoll – eine französische tugend, die den deutschen fehlt. dass die franzosen weniger hektisch sind als die deutschen mag man ihnen zwar auch zu gute heißen, allerdings nicht an der kasse vom discounter – das strapaziert regelmäßig meine nerven und bringt mich dazu da mal zappzerapp kräftig aufs fließband zu hauen: wenn die verkäuferin mal ihren schnack beendet haben, kommen auch schon die kunden mit ihrem scheckbuch, das erst sorgfältig für den vorgenommenen einkauf ausgefüllt werden muss. ambivalent verhält es sich auch mit meinem fast täglichen gang in die boulangerie: brioche aux pralines ist ein traum und die auswahl an minitartes die reinste versuchung – aber im gegensatz zu den mega sportlichen franzosen trainier ich mir die extraportion zucker nicht jeden tag wieder ab. da muss meinerseits wohl langsam mal einhalt geboten werden.  trotz allem bleiben die monate in frankreich ein schöner bunter traum auf zeit – aber fürs leben.

.zwei dreizehn ist ausgeschlürft

caprisonne2.nachdem ich mich ende 2013 wie eine ausgezutschte caprisonne gefühlt habe, wurde es zeit wieder frischen sauerstoff ins trinkpack zu pusten. schluss mit dem sinnentleerten vakuum-stadium ! 24 tage nach knall&päng kann ich auch schon mit sicherheit sagen, dass sich was getan hat im eigenen lotterleben. es ist immer noch lottrig, aber auf eine sehr schöne angenehme art und weise – ohne schlechtem gewissen, wenn man den ganzen tag serien schaut. denn man ist im nichts und nirgendwo. in der fremde. in einer neuen stadt, wo einen keiner drängt – und das nicht nur weil hier französische gelassenheit angesagt ist, sondern weil auch alles andere viiiiel zu weit weg ist. sprachbarriere hü oder hopp, auf die geselligkeit kommt es hier an. ein völkchen, von dem sich deutschland mal eine kante baguette abbrechen kann. immer genügend flaschen wein im haus zu haben gehört hier zum guten ton und auch ich bunker schon panisch bordeaux und weine aus côtes du rhône, weil es ja sein könnte, dass plötzlich gäste auf der matte stehen, man selbst in irgendeinem hauseingang landet oder man sich einfach wie jeden abend zu lange bei küchentischphilosophie und kulturdebatten verquatscht. auch wenn mich diese gemütlichkeit an der supermarkt-kasse regelmäßig anpiept, weil die kassiererin gedanklich wieder irgendwo hängen geblieben ist, muss ich doch sagen dass mir diese stresskur ganz gut tut. allerdings gebe ich zu, dass mir eine kombination aus französischer phlegmatik und deutschem burnout als kassiererin am besten gefallen würde, denn manchmal hab ich auch „termine“ und kann eben nicht geschlagene fünfunddreißig minuten an der kasse stehen. (keine ausnahme, sondern regelmäßigkeit) und eigentlich würde ich sie am liebsten alle anschreien und sagen: jetzt aber zackig hier – man ist halt deutsch. dennoch liebes heimatvolk, lutscht den nächsten drops doch etwas genussvoller. und wenn ihr das nicht schafft – nehmt reißaus!

.ich bereite mich seelisch & moralisch darauf vor das land zu verlassen

Let´s get out of this country

.themenbezogene musikbeiträge kann ich super. .hier ein beispiel…

Let's get out of this country
I'll admit I am bored with me
I drowned my sorrows and slept around
When not in body at least in mind
We'll find a cathedral city
You can convince me I am pretty
 
We'll pick berries and recline
Let's hit the road dear friend of mine
Wave goodbye to our thankless jobs
We'll drive for miles maybe never turn off
We'll find a cathedral city you can be handsome I'll be pretty
 
What does this city have to offer me?
Everyone else thinks it's the bee's knees
What does this city have to offer me?
I just can't see
I just can't see
 
Let's get out of this country
I have been so unhappy
Smell the Jasmine my head was turned
I feel like getting confessional
We'll find a cathedral city you can convince me I am pretty
 
What does this city have to offer me?
Everyone else thinks it's the bee's knees
What does this city have to offer me?
I just can't see
I just can't see

.raison de cœur

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RAISON DE COEUR e.V. – werkstatt zum hechtfest 23.-25.08.2013

.eine wundersame sache: ein verein zur bewahrung und pflege der herzensbildung. 
zu finden im dresdner hechtviertel. es geht um gefühle, die nichts mit rationalität 
zu tun haben, sondern mit dem herz. die mitglieder des vereins wollen orte schaffen, 
an denen sich menschen auf dieser ebene begegnen und diesen ungreifbaren dinge 
raum bieten. explizit wird es in der satzung des vereins. im tumult unseres leben 
haben wir nicht die muße dazu unser herz schneller schlagen zu hören. deshalb zählt
schon der gedanke dieser institution, der mitte unserer selbst mehr aufmerksamkeit
zu schenken.